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Herzlich Willkommen

Liebe Besucher, wir freuen uns über Ihr Interesse an unserer Gemeinde und hoffen, dass Sie hier die Information finden, die Sie suchen.


Zum Sonntag Palmarum
Ist Ihnen schon mal aufgefallen, dass beim
Einzug Jesu in Jerusalem in verschiedenen Evangelien mit den Palmzweigen ganz unterschiedliches passiert? Im Johannes-Evangelium (s.u.) wurden sie nicht auf den Weg Jesu gelegt. Die Leute trugen sie in der Hand
und liefen Jesus entgegen. So wie es beim
Einzug eines siegreichen Königs geschah. Sie erwarteten von Jesus, dass er ihnen gegen die Besatzungsmacht der Römer zum Sieg verhalf. Jesus aber kam, um ihnen Frieden mit Gott zu bringen, ganz unabhängig von allen politischen Verhältnissen.
Im Eingangsbereich unserer Kirche hält die
Figur des Stephanus (aus der Stephanus-
gemeinde) in der Linken das Wort Gottes und
die Steine, mit denen er zu Tode gebracht wurde. In seiner Rechten einen Palmzweig. Er ist das Symbol, das in vielen Darstellungen die Märtyrer kennzeichnet. Auch als Symbol des Sieges. Nach Offenbarung 9 stehen die Heiligen, die im
Glauben standhaft geblieben sind, vor dem
Thron Gottes und tragen Palmzweige in ihren Händen.


Aus dem Evangelium des Sonntags aus Johannes 19
Als die große Menge, die aufs Fest gekommen war, hörte, dass Jesus nach
Jerusalem kommen werde, nahmen sie Palmzweige und gingen hinaus ihm entgegen und schrien: Hosianna! Gelobt sei, der da kommt im Namen des Herrn, der König von Israel! Jesus aber fand einen jungen Esel und setzte sich darauf, wie geschrieben steht (Sacharja 9,9): »Fürchte dich nicht, du Tochter Zion! Siehe,
dein König kommt und reitet auf einem Eselsfüllen.« Das verstanden seine Jünger zuerst nicht; doch als Jesus verherrlicht war, da dachten sie daran, dass dies von ihm geschrieben stand und man so an ihm getan hatte. Die Menge aber, die bei
ihm war, als er Lazarus aus dem Grabe rief und von den Toten auferweckte, bezeugte die Tat. Darum ging ihm auch die Menge entgegen, weil sie hörte, er
habe dieses Zeichen getan. Die Pharisäer aber sprachen untereinander: Ihr seht, dass ihr nichts ausrichtet; siehe, alle Welt läuft ihm nach.

Predigttext aus Markus 14
Als Jesus in Betanien war im Hause Simons des Aussätzigen und saß zu Tisch, da kam eine Frau, die hatte ein Glas mit unverfälschtem und kostbarem Nardenöl, und sie zerbrach das Glas und goss es auf sein Haupt. Da wurden einige unwillig und sprachen untereinander: Was soll diese Vergeudung des Salböls? Man hätte dieses Öl für mehr als dreihundert Silbergroschen verkaufen können und das Geld den Armen geben. Und sie fuhren sie an. Jesus aber sprach: Lasst sie in Frieden! Was betrübt ihr sie? Sie hat ein gutes Werk an mir getan. Denn ihr habt allezeit Arme bei euch, und wenn ihr wollt, könnt ihr ihnen Gutes tun; mich aber habt ihr nicht allezeit. Sie hat getan, was sie konnte; sie hat meinen Leib im Voraus gesalbt für mein Begräbnis. Wahrlich, ich sage euch: Wo das Evangelium gepredigt wird in aller Welt, da wird man auch das sagen zu ihrem Gedächtnis, was sie jetzt getan hat.

Zu Markus 14
20.000 €. Jahresverdienst für einen Arbeiter. So viel war das Öl wert. Man hätte damit viel Essen und Wasser und Schuhe und Kleidung für Arme kaufen können. Eine Flasche wertvollsten Öls auf einmal verbraucht. Was für eine Verschwendung!
Man stelle sich die Situation vor. Jesus im Haus Simons, des Aussätzigen. Aussatz war die Krankheit, die einen wegen ihrer Ansteckung isolierte. Eine Ahnung davon kriegen wir dieser Tage, wenn wir einander auf Abstand aus dem Weg gehen. Jesus war vielleicht gerade unter Menschen, die am Rand der Gesellschaft ihr Dasein fristen. Armseligkeit, Krankheit, Dreck. Und diese offenbar reiche Frau mit dem teuren Öl kommt da hin.
Sie gießt das super teure Öl über Jesu Kopf. Klingt das nicht idiotisch. Man muss die Not bekämpfen, lasst uns was tun, sagen viele Menschen, besonders auch in den Kirchen. Christen waren schon immer und sind es noch Kämpfer gegen die Not. Das gehört zum Wesen der Kirche. Und Jesus sagt ganz in diesem Sinn: Arme habt ihr allezeit bei euch. Es gibt keinen Mangel an Gelegenheiten, Liebe an andern zu üben.
Es darf aber auch mal etwas anderes dran sein! Jesus lässt die Frau gewähren, die die Armen in ihrer Not übersieht. Stattdessen salbt sie Jesus mit Luxus Öl. Es ist nicht vernünftig. Es ist sentimental, töricht, nicht zu rechtfertigen. Die Frau überhört den Protest der Vernunft. Sie folgt konsequent der Stimme ihres Herzens - ehrt Jesus, zelebriert den Wert, den er für sie hat. Hier ist die Liebe am Werk. Es ist nicht damit zu rechnen, dass die Leute das verstehen. Nur sie versteht, dass Jesus auf dem Weg ist, sein Leben für sie zu opfern. Mit der Liebestat dieser Frau beginnt im Markus-Evangelium der Bericht vom Leiden und Sterben Jesu. Darauf folgen Verleugnung, Verrat und Gewalt.
Christsein ist mehr als das Sinnvolle und Wichtige und Gute tun. Es ist auch und vor allem die innige Beziehung zu Gott, der Glaube spürt seine Liebe und liebt seine Hingabe, über die Grenzen alles Irdischen - Not oder Freude - hinaus.
Das klingt nicht vernünftig. Beten und Anbeten ist nicht vernünftig. Eine Kirche auf einem so wertvollen Grundstück zu besitzen und schön herzurichten und gut zu erhalten - das halten auch viele für überflüssig. Aber gerade in diesen Tagen, da wir auf sie verzichten müssen, spüren wir, wie wichtig dieser Ort des Gebets ist, als Ort der Beziehung zu Gott und zwischen uns.
Leute, die mit Kirche nicht viel anfangen können, verstehen diesen Teil des Glaubens nicht, nur den andern: das Eintreten für Notleidende. Aber Gottesverehrung, Anbetung, Liturgie, Gesänge, Gebete, Abendmahl, verstehen sie nicht. Es gibt die Versuchung, uns auf das zu konzentrieren und zu reduzieren, was mit dem Verständnis der Gesellschaft rechnen kann. Aber wenn es nur Ethik, soziales Engagement und Gutes tun gibt, dann hat Kirche ihre Wurzeln gekappt.
Kirche wurzelt in den Kraftquellen der Ewigkeit, lebt aus der Verbundenheit mit Gott. Die Frau übersieht die Empörung der Vernunft. Sie blickt auf ihren Gott, teilt seine Not, ist ganz mit ihm verbunden - und frei von den Bewertungen der Menschen. Sie ist wahrhaft frei für die Verbindung mit Jesus. Ihn lässt sie groß sein, ehrt ihn als den ewigen König, der es wert ist gesalbt zu werden.
Lasst die in Frieden, sagt Jesus. Lasst die zufrieden, die für die Kirche Jesu Christi Opfer bringen, an Zeit, Kraft und Geld, die die Hände falten und beten. Lasst sie doch in Ruhe, die ihr so selbstgerecht als "fromm” beschimpft.
Und wir?: Wir feiern Gottesdienst, notfalls auch allein: anbeten, die Liebe von und zu Jesus feiern, Gott ehren. Wir leisten uns diesen geistlichen Luxus. Wir pflegen die Verbindung zur ewigen Liebe. Gott mag es - und es ist sogar gut für die ach so vernünftige Welt. Amen

Fürbitte
Gott wir bitten dich:
_ Stärke unsern Glauben und das Vertrauen, dass du uns in der Not nicht aus den Augen verlierst und uns gut zum Ziel führst, das wir noch nicht sehen.
_ Sei allen nah, die dem Tod ins Auge schauen, die Angehörige begleiten und um sie bangen, die in Trauer sind. Sende ihnen dein Licht ins Herz, das sie vor der Dunkelheit schützt durch Hoffnung auf deine ewige Liebe und Dankbarkeit für das erfahrene Gute.
_ Sei mit allen, die unter Verlusten leiden: in Kranken- und Sterbebetten und -häusern, auf der Flucht, in Lagern, im Krieg, in Verfolgung, in Ängsten, unter Überforderung.
_ Segne alle, die für andere Menschen da sind und dabei ihre Kraft einsetzen und eigenes Wohl aufs Spiel setzen: ÄrztInnen, Pflegende, MitarbeiterInnen in Geschäften und andern wichtigen Stellen.
_ Segne das Miteiander in unserer Gesellschaft mit Rücksicht, Aufmerksamkeit und Fürsorge.
_ Schau auf die Menschen in den armen Ländern dieser Welt, schütze sie, wenn das Virus in ihre schutzlosen Welten eindringt.
_ Sei mit denen, die einsam sind.
_ Gib den Familien Kraft zur Bewältigung der besonderen Herausforderungen dieser Wochen.
_ Gib Hoffnung und Zuversicht denen, für die Pläne und Ziele zerbrechen.
_ Lass alle, die auf Reisen sind, sicher zurück kommen.
_ Segne alle, die für die Gesellschaft zu entscheiden haben, in unserm und allen Ländern.

Kollekte anders
Aktuell ist es nicht möglich, Kollekte zu sammeln. Von mehreren Seiten erreichte mich die Anregung, jeden Sonntag einen Betrag für die Kollekte zurück zu legen und bei nächster Gelegenheit mit in die Kirche zu bringen. Natürlich helfen der Gemeinde auch Überweisungen aufs Konto! Vergelts Gott!

Hier finden Sie für diesen und alle weiteren Sonntage ein paar inhaltliche Hinweise und alle Texte:
www.kirchenjahr-evangelisch.de/#2020-26-0-0

Weitere Infos und Impulse aus unserer Gemeinde:
www.facebook.com/TrinitatisFrankfurt

Weitere Anregungen zur Gestaltung des persönlichen oder familiären geistlichen Lebens aus Quellen der SELK:
www.onedrive.live.com/view.aspx?resid=A0B20B718D9F956A!3043&ithint=file%2cdocx&authkey=!AHrwD07AEWtmv7E

www.selk.de/index.php/top-themen/church-home

Mit herzlichen Segenswünschen grüße ich Sie!
Ihr Pfarrer Christian Hildebrandt



 

Liebe Gemeindeglieder und Freunde der Trinitatisgemeinde,
liebe Besucher unserer Hompage,

Der Vorstand der Triniatisgemeinde hat entschieden, ab sofort für die nächsten Wochen alle Gottesdienste und Veranstaltungen in unsern Räumen abzusagen. Auf diese Weise wollen wir unsern Teil der Verantwortung zum allgemeinen Bemühen beitragen, die Ausbreitung des Corona Virus zu verlangsamen und die Versorgung im Gesundheitssystem zu erhalten.

Wir hoffen, dass wir uns in wenigen Wochen wieder in unseren Räumen versammeln können, spätestens zu den Gottesdiensten um Ostern.

Wir werden hier darüber informieren wie es weiter geht.

Wir wünschen Ihnen Gottes Segen



„Burgen – Berge – Bären“ - Rumänien-Entdeckungstour
Vom 24.August bis 03.September 2020 veranstaltet die Trinitatisgemeinde eine Rundreise durch Rumänien - Schwerpunkt Siebenbürgen.
Die Reiseroute führt nach:
Tulcea – Donaudelta – Moldauklöster – Schäßburg - Birthälm - Hermannstadt - Kronstadt - Königstein – Bukarest.
„Ein feste Burg ist unser Gott“

Die Psalmen und ihre Grundaussagen über das Menschsein-
Das Lutherlied „Ein feste Burg ist unser Gott“ singt man sicher ganz anders, wenn man die beeindruckenden Kirchenburgen Siebenbürgens sieht und erlebt. Sind es doch die Psalmen, die heute noch Menschen ansprechen können: Freude und Leid, Klage, Sehnsucht und Lebensfreude.
Wir wollen gemeinsam auf Entdeckungstour durch die Psalmen im Alten Testament gehen und dabei über Gott und die Welt ins Gespräch kommen.

Alle Informationen zur Reise sind hier abrufbar.
Ab sofort sind Anmeldungen möglich. Das Formular kann im Downloadbereich herunterzuladen werden.



 

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Herzliche Einladung zu unseren Gottesdiensten

Frankfurt: Gottesdienste entfallen aus Vorsichtsmaßnahmen bis auf weiteres.

 

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